Chronik

  • 1870/71 wurden die königlich-bayerischen Bezirksämter von der bayerischen Staatsregierung aufgefordert, mit Nachdruck die Gründung von Freiwilligen Feuerwehren bei den Gemeinden durchzusetzen.
Am 01.05.1877 war es dann soweit, es wurde die Freiwillige Feuerwehr Wörth gegründet. Ihr erster Kommandant war Kaspar Dax. Die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Hörlkofen fand noch im gleichen Jahr statt (laut Einsatzprotokollbuch von Wörth), jedoch ist uns kein Tagesdatum bekannt. Bereits 1877 am 22.09., früh um 6 Uhr erhielt die jugendliche Feuerwehr Wörth die Feuertaufe. In Wifling brach im Stadl eines landwirtschaftlichen Anwesens aus unbekannter Ursache ein Feuer aus, das noch vor Eintreffen der Feuerwehr auf das Wohnhaus übergriff.
  • 13.06.1880, nach einer Inspektion der Freiwilligen Feuerwehr Wörth und Hörlkofen, wurde die Vereinigung beider Wehren unter ein Kommando beschlossen. Somit gab es die Feuerwehr Wörth mit der 1.Kompanie Wörth und der 2.Kompanie Hörlkofen.
  • 07.01.1883, Versammlung der 2.Kompanie Hörlkofen und zugleich Vornahme der Chargenwahl(=führende Funktion). Zum 1.Führer der Kompanie wurde Lorenz Bachmeier auf drei Jahre gewählt
  • Im Februar 1899 wurde von der Küchmayerischen Fabrik eine neue Saug- und Druckspritze im Wert von 1.500,- Mark angekauft. Die Spritzenprobe fand am 19.Februar statt.
Um 12 Uhr selbigen Tages wurde die Feuerwehr durch Telefon zu einem Brand nach Erding berufen. Es brannte im großen Bräuhaus zur „Post“. Die erste Feuerprobe der Spritze wurde auf glänzende Weise bestanden.
  • Bei der am 06.01.1902 abgehaltenen Generalversammlung wurde unter der Mehrheit der Mitglieder beschlossen, dass der 2.Spritzzug Wifling, der neu gegründet wurde, nun an den Hauptübungen einmal jährlich in Wörth teilzunehmen hat. Gemäß Protokollbuch wurde am 06.01.1909 laut Beschluss der Landesversammlung der Zug zur eigenen Kompanie Wifling unter der Führung von Balthasar Ketzl bestimmt.


I. Kompanie Wörth 1908

  • In einem statistischen Bericht des Bayr.-Landes-Feuerwehr-Verbandes vom 16.01.1913 lesen wir, wie die Freiwillige Feuerwehr Wörth ausgerüstet war. Die in drei Kompanien zusammengefassten 140 aktiven Mitglieder verteilen sich wie folgt:
    1 Vorstand; 3 Kommandanten; 1 Adjutant; 1 Schriftführer; 3 Kassierer; 3 Zeugmeister; 7 Zugführer; 4 Sektionsführer; 2 Signalisten; 18 Steiger; 60 Spritzenmänner; 2 Sanitätsmänner und 35 Ordnungsmänner.
  • Am 28.01.1917 fand in Breitötting die 39.Generalversammlung statt, zu welcher sich fast alle jetzt in der Kriegszeit noch anwesenden Mitglieder eingefunden hatten. Kommandant Ritt erwähnt hier die Einberufung von 153 Mitgliedern zur Fahne. 15 Mitglieder fanden den Heldentod.
  • Im Jahre 1928 wurde vom Verwaltungsrat der Gemeinde Wörth der Ankauf einer weiteren Saug- und Druckspritze angedacht. Im Mai 1930 war es dann soweit, endlich wurde für die 2.Kompanie Hörlkofen eine Fladererspritze FT1D im Wert von 3250 Reichsmark geliefert.
  • Um über eine sichere Wasserversorgung im Brandfall zu verfügen wurde ab 1933 die Anlage von Löschweihern in Unter- und Oberhörlkofen und in Sonnendorf geplant und gebaut.
  • Um die Brandbekämpfung effektiver zu gestalten, wurde 1950 von den Landkreisen Erding und Ebersberg ein nachbarlicher Löschhilfeplan herausgegeben. Danach wurde eine gegenseitige nachbarliche Löschhilfe der Wehren angeordnet. Für die Gemeinde Wörth waren dies: Altenerding, Erding, Finsing, Moosinning, Niederneuching, Oberneuching, Pastetten und Walpertskirchen
  • Am 20.04.1950 wurde die Freiwillige Feuerwehr Hörlkofen wieder als eigenständige Feuerwehr gegründet. Sie unterstand damit nicht mehr der Freiw. Feuerwehr Wörth, sondern war wieder ein selbständiger Verein unter Kommandant Anton Erl sen. und 1. Vorstand Peter Schletter.
Am 20.08.1950 wurden die Fahnenweihe und das Gründungsfest unter reger Teilnahme der Bevölkerung und vieler Vereine aus nah und fern abgehalten. Patenverein war die Freiw. Feuerwehr Wörth. Zwischen 1952 und 1953 wurde eine Sirene zur Alarmierung in Hörlkofen bei Hans Greimel installiert.
  • Am 08.10.1954 rückte die Hörlkofener Wehr zu einem Brand des Anwesens Stimmer in Kapfing aus. Bei diesem Einsatz wurde die Motorspritze so schwer beschädigt, dass eine Wiederinstandsetzung unwirtschaftlich gewesen wäre. Am 17.12.1954 wurde die neue METZ-Tragkraftspritze TS8/8 im Wert von 3750,- DM an die FF Hörlkofen ausgeliefert.
  • Schwierigkeiten bereiteten der Wehr die Unterbringung der Gerätschaften an verschiedenen Orten, bis 1960 endlich das neue Feuerwehrgerätehaus bei der Schule (jetzt Kindertagesstätte) Hörlkofen bezogen werden konnte. Um dem vielfältigen und umfangreichen Aufgabenbereich besser bewältigen zu können, erhielt im Oktober 1973 die FF Hörlkofen das langersehnte Löschgruppenfahrzeug LF8. Die Einweihung erfolgte am 07.07.1974 durch Hr. Pfarrer Martin Brunner.
  • Die Feuerwehr Wörth/Wifling löste sich um 1973/74 auf, die Freiwillige Feuerwehr Hörlkofen übernahm somit den Schutz für die gesamte Gemeinde Wörth.
  • Nach einer 12jährigen Pause wurde am 13.01.1984 wieder eine Vorstandschaft gewählt.
  • Im Jahre 1988 bestand die Wehr aus 44 aktiven Mitgliedern, davon vier Damen.
In der Gemeinderatssitzung vom 24.11.1988 wurde einstimmig ein Feuerwehrgerätehaus-Neubau beschlossen. Noch während der Plan des Neubaus in der Entstehung war, wurde bereits aufgrund der großen Neubaugebiete in Wörth und Hofsingelding auch über den Erwerb eines Tanklöschfahrzeuges diskutiert.
  • Anläßlich der Restauration der Hörlkofener Feuerwehrfahne fand am 16.07.1989 eine Fahnennachweihe statt.
  • Bereits ein Jahr nach der Grundsteinlegung am 23.05.1991 konnte im Juni 1992 das für 1,6 Millionen DM beauftragte Feuerwehrgerätehaus fertig gestellt werden und wurde am 05.07.1992 nach einer feierlichen Einweihung seiner Bestimmung übergeben.
  • Am 25.10.1992 konnte das gerade frisch geweihte Tanklöschfahrzeug 16/25 bei einem Brandeinsatz in Wifling seine vielseitigen Einsatzmöglichkeiten gleich unter Beweis stellen.
  • 350.000,- DM Sachschaden entstanden am 23.12.1995 bei einem Brand in Teufstetten. In einem Wohnmobil entzündete sich durch einen technischen Defekt in der Stromzufuhr zur Gasheizung ein Feuer. Das Fahrzeug stand binnen kürzester Zeit in Vollbrand, die Flammen griffen auf den Bauernhof über und zerstörten Stall- und Nebengebäude. Das Wohngebäude blieb unversehrt.
  • Nach einem missglückten Überholmanöver zwischen Aufhausen und St. Kolomann verlor ein BMW-Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und überschlug sich in der angrenzenden Wiese mehrmals. Bei dem Unfall  am 31.08.1998 kam für zwei Männer jede Hilfe zu spät, die anderen beiden Mitfahrer wurden schwer verletzt. Keiner der vier Insassen hatte den Sicherheitsgurt angelegt.
  • 20.03.1999: Gründung der Jugendfeuerwehr Hörkofen
  • Zum Schutz der Feuerwehrkameraden vor Unfällen bei Einsatzfahrten mit privaten Fahrzeugen wurde 1999 ein neues Mehrzweckfahrzeug erworben und am 02.Mai eingeweiht.
  • Nach 36 Jahren als 1.Kommandant scheidet Alfred Schletter altersbedingt aus dem Amt.
Er ist dienstzeitlängster 1. Kommandant in Bayern. 2001 wird er zum Ehrenkommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Hörlkofen ernannt.
  • In die Renovierung der Wörther Fahne wurden über 5.000,- Euro investiert. Am 21.04.2002 fand die feierliche Nachweihe in der Wörther Pfarrkirche statt.
  • August 2002: Hochwasser-Einsatz in Dessau; vier Tage Einsatz für über 100 Feuerwehrkräfte des Lkr. Erding
  • Um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden und die am Einsatzort notwendigen Gerätschaften mitzuführen wurde 2001 mit der Planung für den Ankauf eines LF16/12 begonnen.
Mit der Segnung am 02.05.2004 löste das neue Löschgruppenfahrzeug das 31 Jahre alte LF8 ab.
  • 400 Stunden wurden im August 2005 beim Hochwasser-Einsatz an der Isar durch die FF Hörlkofen ehrenamtlich geleistet.
  • Februar 2006: Katastrophenschutz-Einsatz im Bayrischen Wald; Durch die langanhaltenden Schneefälle wurden die Feuerwehren aus dem Landkreis Erding zum Räumen der Dächer alarmiert.
  • Vom 16. bis 20.Mai 2007 feierte die Freiwillige Feuerwehr Hörlkofen ihr 130jähriges Bestehen.
Vom Kreisbauerntag, Kesselfleischessen, Oldtimer-Treffen mit Korso, Seniorennachmittag, Rock´n´Pop-Festival, Schülertreffen, Rocknacht und Rundflügen war für die ganze Bevölkerung vieles geboten. Höhepunkt war der Festsonntag, bei wunderschönem Wetter wurde der Festgottesdienst im Freien gefeiert, nachmittags fand mit dem Festumzug und der anschließenden Verteilung der Erinnerungsgeschenke das Fest seinen Abschluss.

Gruppenfoto Gründungsfest 2007
  • Seit 01.November 2009 engagieren sich über zehn Einsatzkräfte zusätzlich zum regulären Feuerwehrdienst als „First Responder“. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wird qualifizierte Erste Hilfe geleistet. Bis Ende 2011 wurde die Einheit zu insgesamt über 330 Einsätzen alarmiert.
  • 2011: Das LF8 findet einen neuen Besitzer, die Feuerwehr Rapperszell (Altmühltal, Lkr. Eichstätt) besitzt damit erstmals ein Fahrzeug. Vorher nutzten die Einsatzkräfte einen Tragkraftspritzen-Anhänger der mit einem Traktor zur Einsatzstelle gezogen werden musste.
Ein neues Mehrzweckfahrzeug ergänzt den Fuhrpark der Hörlkofener Wehr. Das Einsatzgebiet umfasst die ganze Gemeinde Wörth (21km²) mit ihren über 4500 Einwohnern.
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